Donnerstag, 18. November 2010

Burda über den Nutzen Googles

Nach Mathias Döpfner hat nun auch Hubert Burda seine Unkenntnis von Technik und ökonomischen Zusammenhängen unter Beweis gestellt. Auf dem Jahreskongress des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger gab er zu Protokoll, Google und Apple würden "die teuren Inhalte der Verlage ohne ausreichende Bezahlung" nutzen. Nichts könnte falscher sein.

Zunächst einmal "nutzt" Google die Verlagsinhalte so viel oder wenig wie eine Fernsehzeitung die Inhalte der TV-Sender "nutzt". Nämlich gar nicht. Google verweist auf die Verlagsinhalte, lenkt seine täglich Millionen von Benutzer auf diverse Zeitungswebsites, und nutzt den Verlagen damit mehr als es ihnen offenbar begreiflich ist.

Und Apple liefert den Verlagen eine ausgebaute Platform zum Vertrieb ihrer Inhalte, die ihnen nicht weniger (eher mehr!) wert sein sollte als der herkömmliche Vertriebsweg über die Kioske. Wie lange wird es noch dauern, bis die Verlagshäuser das begreifen?

Nachtrag: monkeypenny hat mal lesenswert kommentiert, wie sehr die Verleger der Realität hinterher hinken.

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